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PABB aktuell

Bei Pilzvergiftungen:
24-Std.-Giftnotruf-Berlin: (030) 19240

Vereinsabende

  • Vereinsnachrichten,
  • Organisatorisches,
  • ggf. Beratung bei Vergiftungsfällen (Giftnotruf Berlin)
  • Literaturbesprechungen und
  • Vorstellung der gesammelten Pilze aus allen Pilzgruppen

jeweils montags (außer feiertags) 18:00 Uhr im Sitzungssaal der Stiftung Naturschutz Berlin (4. OG)

  • 27.10.2018 ab 16:00 Uhr Vorbereitung des Tags des Pilzes (siehe „sonstige Veranstaltungen“ 28.10.2018)

vor kurzem:

  • 02.07.2018 Thema „Holzkeulen, Kohlenbeeren und verwandte Arten (Xylariales)“
  • 11.06.2018 Thema Phytoparasiten
  • 07.05.2018 Thema Morcheln und Lorcheln
  • 23.04.2018 Vorbesprechung der Exkursion „Lieberoser Heide“
  • 16.04.2018 Thema Porlinge
  • 12.03.2018 Mitgliederversammlung
  • 15.01.2018 bis 26.02.2018 Vorträge (siehe unten)
  • 05.02.2018 ab ca. 18.30 Uhr nach einer kurzen Vorstellung der Pilzfunde: Einführung in die Pilzkartierung mit der Access-Pilz-Datenbank MykIS (Mykologisches Informationssystem) durch Dr. Martin Schmidt.
  • 08.01.2018 vereinsinternes Neujahrstreffen

Vorträge (jeweils ab 18.00 Uhr)

Die Vorträge sind öffentlich und unentgeltlich, soweit nicht anders angegeben.

vor kurzem:

  • 26.02.2018 Dr. Sylvia Hutter: Speisepilzanbau für Einsteiger
  • 19.02.2018 Dr. René Jarling: Pilze in nordbrandenburgischen Buchenwäldern
  • 12.02.2018 Dr. Barbara Jäckel: Im Stadtgrün Berlin relevante pilzliche Krankheiten
  • 29.01.2018 Mario Gohmert: Hypogäensuche (Trüffelsuche) in Brandenburg
  • 22.01.2018 Dr. Robert Lücking: Fungal Diversity Revisited: 2.2 to 3.8 Million Species (Vielfalt der Pilze: 2,2 bis 3,8 Millionen Spezies)
  • 15.01.2018 Dr. Ben Bubner: Identifzierung von Rostpilzarten an Gehölzen mittels molekularer Methoden mit dem Anwendungsbeispiel - Wirtspezifität von Rosten der Gattung Melampsora an Weiden

Vorschau:

  • 21.01.2019 Jens Esser: Käfer und Pilze
  • 11.02.2019 Dr. Peter Sammler: Eine Kurzreise mit dem Bus durch Schottland und Nordengland
  • 18.02.2019 Nicolas A. Klöhn: Holzzersetzungsmuster einiger häufiger Pilze in Bäumen
  • 25.02.2019 Uwe Lohmeier: Biologie der Flechten
  • 04.03.2019 Babette Berndt & Nicolas A. Klöhn: Neonectria spec. als (Mit–)Verursacher von Buchenrindenschäden
  • 11.03.2019 Dr. Jochen Gartz: Psychoaktive Indolverbindungen in höheren Pilzen: Neue Arten und Perspektiven.

Projekt „Arrhenia philonotis“

Anläßlich seines Vortrags am 22.01.2018 in der PABB hat uns Dr. Robert Lücking gebeten, sequenzierbare Belege von sphagnicolen Arrhenia-Arten aus Brandenburg zu beschaffen.

Das Ziel des Projekts ist es, einen Beleg auszuwählen, der als neuer Typus-Beleg (Epitypus) für die ursprünglich von LASCH 1828 beschriebenen Arrhenia philonotis (LASCH) REDHEAD, LUTZONI, MONCALVO & VILGALYS dienen soll.

Dem Finder soll die Co-Autorenschaft in der entsprechenden Veröffentlichung angeboten werden. Zudem sollen auch ähnliche Arten vom selben Standort sequenziert werden, was unser Wissen über die in Brandenburg vorkommenden Pilzarten verbessern würde.

Was wird benötigt?

  • mindestens ein bei weniger als 40°C zügig getrockneter Fruchtkörper
  • ein druckbares, unverwackeltes Foto der Frischpilze am Standort
  • die Funddaten (Ort, Datum)

Was sind sphagnicole Arrhenia-Arten?

Die Gattung Arrhenia enthält eine Reihe kleiner, +/- brauner Ständerpilzarten. In der Pilzvorstellung bei der PABB sind beispielsweise die spatelförmige A. spathulata und die stiellose A. retiruga hin und wieder zu sehen. Allerdings gibt es in der Gattung Arrhenia auch Arten, die aussehen wie „normale“ Blätterpilze mit Nabelings-Habitus, darunter der gesuchte Arrhenia philonotis: bis 5 cm hoch, Hut genabelt, Lamellen herablaufend, blass braun.

Bei LUDWIG (Pilzkompenidum Bd. 1) heißt die Art Omphalina philonotis (Nr. 55.32). Es gibt eine Reihe ähnlicher Arten, die jedoch auch gesammelt werden dürfen, da diese sequenziert werden.

Wichtig ist: Es werden nur Belege von solchen Arten benötigt, die in Assoziation mit Torfmoos (Sphagnum) leben, also sphagnicol sind. Auch wenn die einzelnen Torfmoos-Arten für einen Leihen ununterscheidbar sind, so lässt sich die Gattung Sphagnum schon durch ihre Größe an ihrem Standort im Moor leicht ansprechen.

Was ist bei der Suche zu beachten?

Von LASCH wissen wir nur, dass der Fundort in der Mark Brandenburg in den Grenzen von 1828 liegt - eine recht ungenaue Angabe. Der Epitypus muss aus demselben Gebiet stammen, welches heute große Teile Brandenburgs sowie Westpolens umfasst. Weiterhin wachsen diese Rote-Liste-Pilze in normalerweise geschützten Standorten (Moore) an Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Es ist also eine gewisse Rücksicht beim Betreten dieser Standorte angebracht, Material sollte nur in bescheidenem Umfang entnommen werden, Wege dürfen in Naturschutzgebieten nicht verlassen werden. Und wenn man sich schon die Mühe macht, einen solchen Standort zu besuchen, dann möglichst noch andere Pilzarten (z.B. Hypholoma, Galerina, Cortinarius, …) mitkartieren oder Frischbelege zur Bestimmung bei der PABB vorlegen. Die moorbewohnenden Pilzarten sind oft unterkartiert.

Wann und wo können Belege gefunden werden?

Als Phänologie für A. philonotis gibt LASCH den September und Oktober an; LUDWIG schreibt: „Früh im Jahr und schon im Herbst nicht mehr zu finden. Juni - August (- September).“

Reliktartig und teils sehr kleinräumig kommen Flachmoore verstreut in ganz Berlin und Brandenburg vor - gern als verlandete Seen. Allerdings wachsen dort nicht immer Torfmoose. Erfolgversprechend sind offene Feuchtgebiete und Moorbirken-Wälder. Tagebaufolgelandschaften können sich auch zu Flachmooren entwickeln und Torfmoose beherbergen.

Exkursionen

  • Exkursionen von Mitgliedern der PABB nach Absprache (Vorbesprechung jeweils im Rahmen des Vereinsabends)

vor kurzem:

  • 22.09.2018 PABB-Exkursion in der Nähe von Rheinsberg
  • 28.07.2018 PABB-Exkursion (wegen anhaltender Trockenheit entfallen)
  • 14.07.2018 PABB-Exkursion östlich von Senzig
  • 30.06.2018 PABB-Exkursion bei Niederlehme
  • 23.06.2018 PABB-Exkursion südlich von Potsdam
  • 26.05.2018 PABB-Exkursion in Köpenick
  • 12.05.2018 PABB-Exkursion im Tegeler Forst
  • 28.04.2018 PABB-Ekursion bei Lieberose
  • 22.04.2018 IMM-Exkursion bei Tremmen im Havelland
  • 07.04.2018 PABB-Exkursion an den Stienitzsee
  • 24.03.2018 PABB-Exkursion in Berlin-Frohnau

Tagungen

vor kurzem:

  • 06. bis 11.10.2018 Internationale Exkursions- und Vortragstagung der DGfM in in Möhnesee/NRW
  • 28. bis 30.09.2018 Herbstexkursionstagung der BLP in Seddin
  • 13.-16.09.2018 IMM-Tagung 2018 bei Templin
  • 25. bis 29.08.2018 Pilze kartieren im Nationalpark: mit der DGfM in den Bayerischen Wald
  • 05.05.2018 Frühjahrsexkursionstagung der BLP
  • 04.11.2017 BLP-Spätherbstexkursionstagung in 16556 Neuendorf OT Borgsdorf Exkursion Briesetal
  • 28.10.-04.11.2017 Cortinarientagung in Potes, Cantabria (Spanien)
  • 26.10.-29.10.2017 IMM-Tagung 2017 in Byhleguhre/Oberspreewald
  • 19.-22.10.2017 2. BOLETUS-Tagung in Arendsee/Altmark
  • 22.09. bis 24.09.2017 BLP-Herbsttagung, Schorfheide
  • 06.05.2017 BLP-Frühjahrsexkursionstagung

Vorschau:

  • 04.05.2019 BLP-Frühjahrsexkursionstagung (Tagungsort steht noch nicht fest)
  • 20. bis 22.09.2019 BLP-Herbsttagung vorraussichtlich in Krausnick
  • 10. bis 13.10.2019 3. BOLETUS-Tagung Landessportschule Bad Blankenburg
  • 02.11.2019* BLP-Spätherbstexkursionstagung (Tagungsort steht noch nicht fest)

Sonstige Termine

  • 28.10.2018 Tag des Pilzes im Freilandlabor Britzer Garten

vor kurzem:

  • 16. bis 17.06.2018 Langer Tag der Stadtnatur (mit Pilzführungen im Glienicker Park und Pilzberatung im Botanischen Museum)
  • 13.04.2018 Wenn die Stadtnatur erwacht: Frühjahrspilze in Berlin - Vortrag von Hansjörg Beyer (Pilzberater am Botanischen Garten und Botanischen Museum)

unentgeltliche Pilzberatung

in den Monaten Mai bis November vor den Vereinsabenden von 17:30 bis 18:00 Uhr

Außerdem berät unser Mitglied Hansjörg Beyer im Botanischen Museum Berlin-Dahlem

Wichtige Hinweise zur Vergiftungsprophylaxe

  • Die Pilze sehen in der Natur oft ganz anders aus, als im Buch, z.B. weil der Regen die Hutschuppen abgewaschen hat oder der Stielring von Schnecken abgefressen worden ist!
  • Der grüne Knollenblätterpilz verursacht bei uns die meisten tödlichen Vergiftungen!
  • Der Kahle Krempling und die Frühjahrslorchel können tödliche Vergiftungen verursachen!
  • Giftige Ritterlinge: Grünling und Erdritterlingmehr
  • Der tödlich giftige Nadelholzhäubling wächst auch auf Laubholz und kann mit dem Stockschwämmchen verwechselt werden!
  • Achten Sie auf das Pilzvorkommen, wenn Ihre Kleinkinder im Garten spielen!
  • Giftpilze können gut schmecken; auch durch das Mitkochen einer Zwiebel oder das Eintauchen eines Silberlöffels kann ein tödliches Pilzgericht nicht erkannt werden!
  • Es gibt in der Natur auch giftige Champignons; teilweise in großen Mengen!

Der Pilz des Jahres

aktuell.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/15 09:30 von thomas

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