Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


aktuell

PABB aktuell

Bei Pilzvergiftungen:
24-Std.-Giftnotruf-Berlin: (030) 19240

Vereinsabende

  • Vereinsnachrichten,
  • Organisatorisches,
  • ggf. Beratung bei Vergiftungsfällen (Giftnotruf Berlin)
  • Literaturbesprechungen und
  • Vorstellung der gesammelten Pilze aus allen Pilzgruppen
  • im Winter Vortragsreihe

jeweils montags (außer feiertags) 18:00 Uhr im Sitzungssaal der Stiftung Naturschutz Berlin (4. OG).

  • 21.01.2019 bis 11.03.2019 Vorträge (siehe unten)

vor kurzem:

  • 07.01.2019 vereinsinternes Neujahrstreffen

Vorträge (jeweils ab 18.00 Uhr)

Die Vorträge sind öffentlich und unentgeltlich, soweit nicht anders angegeben.

  • 21.01.2019 Jens Esser: Käfer und Pilze
  • 11.02.2019 Dr. Peter Sammler: Eine Kurzreise mit dem Bus durch Schottland und Nordengland
  • 18.02.2019 Nicolas A. Klöhn: Holzzersetzungsmuster einiger häufiger Pilze in Bäumen
  • 25.02.2019 Uwe Lohmeier: Biologie der Flechten
  • 04.03.2019 Babette Berndt & Nicolas A. Klöhn: Neonectria spec. als (Mit–)Verursacher von Buchenrindenschäden
  • 11.03.2019 Dr. Jochen Gartz: Psychoaktive Indolverbindungen in höheren Pilzen: Neue Arten und Perspektiven.

Projekt „Arrhenia philonotis“

Anläßlich seines Vortrags am 22.01.2018 in der PABB hat uns Dr. Robert Lücking gebeten, sequenzierbare Belege von sphagnicolen Arrhenia-Arten aus Brandenburg zu beschaffen.

Das Ziel des Projekts ist es, einen Beleg auszuwählen, der als neuer Typus-Beleg (Epitypus) für die ursprünglich von LASCH 1828 beschriebenen Arrhenia philonotis (LASCH) REDHEAD, LUTZONI, MONCALVO & VILGALYS dienen soll.

Dem Finder soll die Co-Autorenschaft in der entsprechenden Veröffentlichung angeboten werden. Zudem sollen auch ähnliche Arten vom selben Standort sequenziert werden, was unser Wissen über die in Brandenburg vorkommenden Pilzarten verbessern würde.

Was wird benötigt?

  • mindestens ein bei weniger als 40°C zügig getrockneter Fruchtkörper
  • ein druckbares, unverwackeltes Foto der Frischpilze am Standort
  • die Funddaten (Ort, Datum)

Was sind sphagnicole Arrhenia-Arten?

Die Gattung Arrhenia enthält eine Reihe kleiner, +/- brauner Ständerpilzarten. In der Pilzvorstellung bei der PABB sind beispielsweise die spatelförmige A. spathulata und die stiellose A. retiruga hin und wieder zu sehen. Allerdings gibt es in der Gattung Arrhenia auch Arten, die aussehen wie „normale“ Blätterpilze mit Nabelings-Habitus, darunter der gesuchte Arrhenia philonotis: bis 5 cm hoch, Hut genabelt, Lamellen herablaufend, blass braun.

Bei LUDWIG (Pilzkompenidum Bd. 1) heißt die Art Omphalina philonotis (Nr. 55.32). Es gibt eine Reihe ähnlicher Arten, die jedoch auch gesammelt werden dürfen, da diese sequenziert werden.

Wichtig ist: Es werden nur Belege von solchen Arten benötigt, die in Assoziation mit Torfmoos (Sphagnum) leben, also sphagnicol sind. Auch wenn die einzelnen Torfmoos-Arten für einen Leihen ununterscheidbar sind, so lässt sich die Gattung Sphagnum schon durch ihre Größe an ihrem Standort im Moor leicht ansprechen.

Was ist bei der Suche zu beachten?

Von LASCH wissen wir nur, dass der Fundort in der Mark Brandenburg in den Grenzen von 1828 liegt - eine recht ungenaue Angabe. Der Epitypus muss aus demselben Gebiet stammen, welches heute große Teile Brandenburgs sowie Westpolens umfasst. Weiterhin wachsen diese Rote-Liste-Pilze in normalerweise geschützten Standorten (Moore) an Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Es ist also eine gewisse Rücksicht beim Betreten dieser Standorte angebracht, Material sollte nur in bescheidenem Umfang entnommen werden, Wege dürfen in Naturschutzgebieten nicht verlassen werden. Und wenn man sich schon die Mühe macht, einen solchen Standort zu besuchen, dann möglichst noch andere Pilzarten (z.B. Hypholoma, Galerina, Cortinarius, …) mitkartieren oder Frischbelege zur Bestimmung bei der PABB vorlegen. Die moorbewohnenden Pilzarten sind oft unterkartiert.

Wann und wo können Belege gefunden werden?

Als Phänologie für A. philonotis gibt LASCH den September und Oktober an; LUDWIG schreibt: „Früh im Jahr und schon im Herbst nicht mehr zu finden. Juni - August (- September).“

Reliktartig und teils sehr kleinräumig kommen Flachmoore verstreut in ganz Berlin und Brandenburg vor - gern als verlandete Seen. Allerdings wachsen dort nicht immer Torfmoose. Erfolgversprechend sind offene Feuchtgebiete und Moorbirken-Wälder. Tagebaufolgelandschaften können sich auch zu Flachmooren entwickeln und Torfmoose beherbergen.

Exkursionen

  • Exkursionen von Mitgliedern der PABB nach Absprache (Vorbesprechung jeweils im Rahmen des Vereinsabends)

vor kurzem:

  • 05.01.2019 PABB-Exkursion bei Melchow (südl. Eberswalde)

Tagungen

  • 04.05.2019 BLP-Frühjahrsexkursionstagung (Tagungsort steht noch nicht fest)
  • 20. bis 22.09.2019 BLP-Herbsttagung vorraussichtlich in Krausnick
  • 10. bis 13.10.2019 3. BOLETUS-Tagung Landessportschule Bad Blankenburg
  • 02.11.2019 BLP-Spätherbstexkursionstagung (Tagungsort steht noch nicht fest)

Sonstige Termine

voraussichtlich Tag des Pilzes im Freilandlabor Britzer Garten, Langer Tag der Stadtnatur mit Pilzführungen (noch nicht terminiert)

unentgeltliche Pilzberatung

in den Monaten Mai bis November vor den Vereinsabenden von 17:30 bis 18:00 Uhr

Außerdem berät unser Mitglied Hansjörg Beyer im Botanischen Museum Berlin-Dahlem

Wichtige Hinweise zur Vergiftungsprophylaxe

  • Die Pilze sehen in der Natur oft ganz anders aus, als im Buch, z.B. weil der Regen die Hutschuppen abgewaschen hat oder der Stielring von Schnecken abgefressen worden ist!
  • Der grüne Knollenblätterpilz verursacht bei uns die meisten tödlichen Vergiftungen!
  • Der Kahle Krempling und die Frühjahrslorchel können tödliche Vergiftungen verursachen!
  • Giftige Ritterlinge: Grünling und Erdritterlingmehr
  • Der tödlich giftige Nadelholzhäubling wächst auch auf Laubholz und kann mit dem Stockschwämmchen verwechselt werden!
  • Achten Sie auf das Pilzvorkommen, wenn Ihre Kleinkinder im Garten spielen!
  • Giftpilze können gut schmecken; auch durch das Mitkochen einer Zwiebel oder das Eintauchen eines Silberlöffels kann ein tödliches Pilzgericht nicht erkannt werden!
  • Es gibt in der Natur auch giftige Champignons; teilweise in großen Mengen!

Der Pilz des Jahres

aktuell.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/09 15:58 von thomas

Seiten-Werkzeuge